Unerwartete Produktionsausfälle können eine Kettenreaktion von Problemen in Ihrem Unternehmen auslösen.
Ob Maschinenstörungen, Personalausfälle oder Materialengpässe – ungeplante Produktionsstillstände sind kostspielig und bringen Abläufe erheblich durcheinander. Laut der Studie „Value of Reliability“ von ABB und Sapio Research sind 67 % der deutschen Industriebetriebe mindestens einmal im Monat von ungeplanten Stillständen betroffen. Die medianen Kosten liegen dabei bei 147.000 Euro pro Stunde. Das führt nicht nur zu Verzögerungen, verpassten Lieferterminen und unzufriedenen Kunden, sondern setzt auch die Margen unter Druck: Löhne, Energiekosten und Lagerbestände fallen weiterhin an, während die Produktion stillsteht.
Geplante Ausfallzeiten hingegen ermöglichen es Ihnen, Anlagen zu warten und zu reparieren, ohne Ihren Produktionsplan zu stören. Zu viele ungeplante Ausfallzeiten sind in der Regel ein Zeichen dafür, dass Ihre Prozesse nicht optimiert sind: Wenn Sie sich auf manuelle Methoden wie Tabellenkalkulationen verlassen, ist es schwierig, Anlagen proaktiv zu warten, da Sie immer im Nachhinein handeln.
Deshalb setzen immer mehr Hersteller ein cloudbasiertes ERP-System ein, um einen vollständigen Überblick über Produktion und Instandhaltung zu erhalten. Ridder iQ von ECI bietet Insights in den Zustand der Anlagen, um Sie bei der Planung von Wartungsarbeiten zu unterstützen, sowie Live-Daten, mit denen Sie Engpässe untersuchen und verhindern können.
Fünf Möglichkeiten, wie ein ERP-System Ausfallzeiten reduzieren kann
Wartung planen
Durch das Angebot von Maschinenservices, Inspektionen und Reparaturen können Sie das Risiko eines plötzlichen Ausfalls von Anlagen minimieren und sicherstellen, dass diese ihr volles Potenzial ausschöpfen. Ridder iQ bietet ein Service- und Wartungsmodul, mit dem Sie Dienstleistungen außerhalb der Produktion wie Reparaturen oder Diagnosen nachverfolgen und planen können. Details zu allen von Ihnen eingesetzten Maschinen sind in dem Modul hinterlegt und können über Verträge verwaltet werden. Maschinenbauer können zudem ihren Umsatz steigern, indem sie diese zusätzlichen Dienstleistungen anbieten und Mitarbeiter vor Ort einsetzen.
Hersteller können zudem die „As-Built“-Stückliste erfassen, sodass alle Teile/Komponenten und Änderungen an der Produktion im Servicemodul dokumentiert werden. Dies gewährleistet die Traceability und kann zukünftige Reparaturen oder Austausche optimieren. Nach der Auslieferung des Produkts wird es in die „As-Maintained“-Stückliste übernommen, um Ingenieuren die Nachverfolgung von Serviceleistungen, Reparaturen und Upgrades zu erleichtern. Ihre Techniker können auf eine Service-App zugreifen, um Wartungsarbeiten und Termine zu verwalten. Die App lässt sich aus der Ferne nutzen, wobei Angaben wie Anfahrtszeiten, Servicezeiten und Materialien einfach erfasst werden können.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dieses Modul für die Wartung Ihrer eigenen Maschinen zu nutzen und Aufzeichnungen darüber zu führen, wo die Geräte gekauft wurden, sowie Details wie Garantie, Zählerstände, Wartungstechniker und mehr zu erfassen.
Echtzeitüberwachung
Auch bei der Überwachung leistet ERP-Software Hilfe. Sie ermöglicht es Ihnen, Termine und Intervalle für die Wartung einer Maschine zu dokumentieren. Dies kann dazu beitragen, teure und stressige Notfallreparaturen zu vermeiden.
Produktionsüberblick
Ein ERP-System bündelt Ihre Produktionsprozesse in einem einzigen System, sodass Sie einen vollständigen Überblick darüber haben. Daten können analysiert werden, um Engpässe zu identifizieren und zu verhindern, dass diese zu Ausfallzeiten führen. Außerdem können Sie Wartungsarbeiten rund um die Produktion planen, um Störungen zu reduzieren und alles im Zeitplan zu halten. Mit Ridder iQ können Sie Wartungserinnerungen und -prüfungen festlegen, die während dieser ruhigeren Zeiträume durchgeführt werden sollen.
Verfolgung von Wartungsaufzeichnungen
Ein modernes ERP-System erleichtert die Dokumentation von Wartungsverläufen, Reparaturprotokollen und Leistungsdaten. Von dort aus können die zuständigen Teams bei Bedarf darauf zugreifen – sei es für Garantie- und Serviceleistungen oder für Berichte und Audits. Mit Ridder iQ können Sie Reparaturen überprüfen und Muster bzw. Probleme erkennen. Wenn Sie beispielsweise das Modul zur Qualitätskontrolle nutzen, können Sie in Ihren Produktionsdaten nach Mustern suchen – einschließlich wiederkehrender Probleme – und feststellen, ob diese durch Maschinenprobleme verursacht werden. Mit der Dokumentenverwaltung stellen Sie sicher, dass alle Belege und Berichte sicher aufbewahrt werden, und da das System auf der Cloud basiert ist, gibt es eine Notfallwiederherstellung, sodass diese niemals verloren gehen. Alle Änderungen oder Ergänzungen werden nachverfolgt, um Ihnen zu helfen, einen Prüfpfad zu führen und die Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten.
Integration mit Industrie-4.0-Technologie
Auch wenn kleinere Hersteller möglicherweise noch nicht bereit sind, in künstliche Intelligenz (AI) oder das Internet der Dinge (IoT) für die vorausschauende Instandhaltung zu investieren, ist ein ERP-System der erste Schritt zur Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen. Alle Maschinen, die Sie herstellen und ausliefern, können zudem aus der Ferne gewartet werden – einschließlich Diagnosen –, um sicherzustellen, dass Ihre Kunden einen besseren Service erhalten und das Vertrauen in Ihr Unternehmen gestärkt wird. In naher Zukunft können alle von IoT-Sensoren erfassten Daten darin gespeichert werden, was Ihnen hilft, Vorhersagen zu treffen oder Sie auf Probleme hinzuweisen, während AI integriert werden kann, um Daten zu analysieren und Prognosen zu erstellen.
Ridder iQ von ECI ist unverzichtbar, um Produktionsausfälle – sowohl geplante als auch ungeplante – zu reduzieren. Es hilft Herstellern jeder Größe dabei, Wartungsarbeiten zu verwalten und zu planen, um kostspielige und betriebsstörende Maschinenausfälle zu verhindern, und liefert gleichzeitig wichtige Insights in den Zustand der Anlagen, sodass Sie immer einen Schritt voraus sind.