Havatec: Ridder iQ als ERP-Software für nachhaltiges Wachstum
Maschinenbau für die Schnittblumenindustrie ist bei Havatec ein wachsendes Geschäft. Das Unternehmen liefert Sortier-, Bündel- und Handlingmaschinen und wächst damit Jahr für Jahr – was unter anderem der “FD Gazellen Award” belegt, den Havatec 2018 bereits zum sechsten Mal erhielt. Weitere Meilensteine im vergangenen Jahr waren der Umzug in neue, großzügigere Räumlichkeiten in Nieuw-Vennep sowie die Einführung von ERP. Letzteres war dringend notwendig, denn Excel reichte für die Fertigungssteuerung nicht mehr aus. „Mit ECI Ridder iQ® haben wir die Warenwirtschaft jetzt besser im Griff und erhalten die Daten für eine effiziente Kapazitätsplanung.“
Havatec entwickelt für seine Maschinen sowohl die Mechanik als auch die Software und die Bildverarbeitung. Ein Beispiel ist die TulipStar, die Tulpen automatisch sortiert, prüft und bündelt. Sie ist mit einer selbst entwickelten Röntgenkamera ausgestattet, die die Tulpenköpfe zwischen den Blättern erkennt. Für diesen Sommer ist der Bau einer Serie von zwanzig TulipStars geplant, berichtet Engineering-Manager Johan Immink. Grundlage für den Erfolg – und damit das Wachstum – von Havatec sind der Innovationsdrang und die weitreichende Blumenkenntnis: von Tulpen und Nelken bis hin zu Lilien und Chrysanthemen.
“Wir wissen jederzeit, was wir auf Lager haben, und müssen nicht mehr suchen.”
Wachstum und ERP-Einführung am neuen Standort
Durch das Wachstum wurde der Standort zu klein. Havatec entschied sich für den Umzug in ein größeres Gebäude mit einem großen, teilweise automatisierten Lager. Gleichzeitig sollte ERP eingeführt werden. Ein früherer Anlauf war an fehlendem internen Rückhalt gescheitert – ein Grund, warum Johan Immink als dedizierter Prozessmanager an Bord geholt wurde. „Ich habe mehrere Herausforderungen gesehen. Die Warenwirtschaft war ein zentraler Treiber, und für das Produktionsmanagement wurden zusätzliche Werkzeuge benötigt. Man arbeitete noch mit Excel und Access – ein neues System war erforderlich, und das war ERP.“
Lagerbestandsgesteuerte Fertigung statt projektbasierter Prozesse
Nach einer fundierten Auswahl fiel die Entscheidung auf Ridder iQ®, berichtet Immink. „Unsere Produkte sind einzigartig – unsere Prozesse nicht. Mit mehr als 3.000 Kunden in der Fertigungsindustrie passte ECI am besten zu uns. Wir haben ausführlich diskutiert, ob wir projektgesteuert oder lagerbestandsgesteuert arbeiten. Wir nutzen rund zehn Maschinenkonzepte als Standard, die wir je nach Kundenanforderung anpassen. Blech- und Rohrteile bestellen wir jeweils kundenspezifisch, aber sehr viele Komponenten haben wir bereits auf Lager. Für einen Kundenauftrag erstellen wir zwar ein Layout der Maschine, müssen jedoch keine vollständige Konstruktion mehr durchführen. Ihr Sales Consultant hat uns überzeugt, dass wir im Kern lagerbestandsgesteuert arbeiten – und dass Ridder iQ® dazu sehr gut passt.“
Die ECI-Blaupause als strukturierte Grundlage der Implementierung
Gestartet wurde mit einer Blaupause. Immink: „Ich hatte bereits eine Bestandsaufnahme der Wünsche unserer Mitarbeitenden gemacht. Anschließend hat die Beraterin von ECI auf Basis ihrer Erfahrung die Blaupause erstellt und mit allen Key-Usern der verschiedenen Abteilungen durchgesprochen. Übrigens sind wir in diese Blaupause-Phase gegangen, ohne uns zur Implementierung zu verpflichten. Wenn wieder kein Rückhalt entstanden wäre, hätten wir nicht weitergemacht. Das war für Ridder kein Problem.“
Weniger suchen, mehr Transparenz im Warenwirtschaftssystem
Die Entscheidung fiel positiv aus, und Havatec hat die Implementierung gemeinsam mit ECI zügig vorangetrieben. „Ihr Business Consultant, Daan van den Born, hat das zusammen mit seinem Kollegen Ferry de Graaf stringent aufgesetzt. Danach war klar: Bestellungen laufen künftig ausschließlich über Ridder iQ®. Wir arbeiten jeden Tag an der Optimierung unserer Prozesse – es gibt immer Potenzial. Auch wenn wir noch nicht sehr lange mit ERP arbeiten, merken wir die Vorteile deutlich. Die Warenwirtschaft ist jetzt besser organisiert; die ERP-Software ist mit einem Warehouse-Management-System (WMS) gekoppelt. Wir wissen, was wir auf Lager haben, und müssen nicht mehr suchen. Außerdem sehen wir genau, was in der Fertigung gerade läuft. Weil viele Informationen für die Mitarbeitenden verfügbar sind, ist die Zahl der Rückfragen deutlich gesunken. Die alten Projekte bleiben über die Excel-Dateien zugänglich. Für die Standardmaschinenkonzepte hat das Engineering die Stücklisten in ein System für Produktdatenmanagement übertragen, mit dem Ridder iQ® verbunden ist. Das war eine umfangreiche Bereinigungsarbeit.“
Shopfloor und Zeiterfassung als Basis für Kapazitätsplanung
Zur Steuerung der Werkstatt nutzt Havatec heute die Shopfloor-Funktionalität von Ridder iQ®, berichtet Immink. „Die Planung für beispielsweise der Serie von 20 TulipStars machen wir derzeit allerdings noch in Excel.“ Im Rahmen der angestrebten Optimierung will das Unternehmen zügig auf eine echte Kapazitätsplanung umstellen. „Die dafür benötigten Daten erhalten wir in Ridder iQ® bereits aus der Fertigung – unter anderem aus der Zeiterfassung.“ So gewinnt Havatec die nötige Transparenz und Kontrolle über den Fertigungsprozess.
Die Ergebnisse:
Transparenz über Lagerbestände und Verfügbarkeiten
Lagerbestandsgesteuerte Fertigung für Standardmaschinen
Kapazitätsplanung auf Basis von Shopfloor und Zeiterfassung
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